Friday, December 28, 2012
Tuesday, December 18, 2012
DESCRIPICÒN DE VIAJE NUMERO 5
17.12. 2012
Heute vom "Aerolineas Argentina" Flug AR 1890 von Ushuaia auf dem Weg nach Buenos Aires. Die Flughöhe beträgt wie immer 30.000 Füße und das Warten auf einen Kaffee dauert an.
Heute morgen haben wir mit einiger Freude die ganzen Wintersachen, die man hier im patagonischen Sommer dann doch so braucht, tief in unseren Rucksäcken vergraben und die Badehosen nach oben gewühlt. Denn nun beginnt der Bade-Surf-Strand-Hängematten-Teil der
Reise, seines Zeichens leider auch der Letzte.
Was bisher geschah:
PUERTO NATALES (Chile)
Wir blieben tatsächlich noch eine Zusatznacht auf dem Schiff und legten erst am nächsten Morgen an, natürlich so, dass wir die Weiterreise im Bus um 15min verpassten. Puerto Natales besteht, wie alle patagonischen Städtchen, aus völlig unterschiedlichen bunten Holz- und Metall-Häuschen, die alle einen tiefroten Energieausweis bekommen würden. Heizkosten scheinen nicht so das Problem zu sein und wenn man es kühler haben möchte, macht man eben das Fenster auf. Das passt zum insgesamt doch sehr US-amerikanisch angehauchten Feeling mit Steakhäusern, fetten Pick-Ups und Werbung auf Blechschildern. Aber alles am Wasser mit schneebedeckten Bergen drumherum und irgendwie sehr gemütlich. Abends gab es eine lokale Spezialität "Curanto": riesige Miesmuscheln, Jacobsmuscheln, Schnecken, Fisch, Shrimps, Schweinespeck, Braten und ein Hotdog-Würstchen, alles in einem riesen großen Topf. Einmal Curanto, nie mehr Curanto.
EL CALAFATE (Argentinien)
Sobald man übrigens auf die argentinische Seite wechselt, sieht man das andere Gesicht von Patagonien: endlose Steppe mit gelben Grasbüscheln, Schafe, Nandus und tote Guanacos, die über dem Zaun hängen, an dem man stundenlang entlang fährt. Das ist dann irgendwas zwischen meditativ und monoton.
In "El Caffe Latte" 6 Stunden warten auf den nächsten Bus.
EL CHALTEN (Argentinien)
Hier mieteten wir uns ein Zelt, Campingkocher usw. und machten unsere definitiv schönste Wanderung in Patagonien. In entspannten Tagesetappen ging es zu den Base-Camps der Berge "Cerro Torre" und "Fitz Roy", die für nen Berg wirklich wunderschön sind. Das alles bei Bombenwetter, vorbei an Gletschern, türkisen Lagunen, durch Wälder, über Flüsse, Wasserfälle und Sonstigem was gut fürs Auge ist. Über uns kreisten die Condore. Während einer längeren Mittagsrast waren wir sogar in einem eiskalten See und danach Sonnen baden - gut für die Wanderhygiene. Da wir, und vor allem Jette, Freunde der gepflegten Camping-Küche sind, wurde abends ausgiebig gekocht, zusammen mit unseren Bekannten vom Schiff, Lindsay und Brad. Mit heißer Schokolade und einem Schluck Whiskey ging es früh ins Zelt und nach 3 Tagen zurück nach El Chalten.
Den Hinweis des Reiseführers, es gibt nur einen Geldautomaten in El Chalten und der ist immer leer, kann man übrigens ruhig ernst nehmen! Wie Drogenabhängige irrte die Traveller-Bagage durch die Straßen auf der Suche nach einem VISA Zeichen...
EL CALAFATE (Argentinien)
Wieder in El Calafate grillten wir des Abends unsere ersten argentinischen Steaks. Drei ordentliche Scheiben Angus-Rind kosten 6 Euro im Supermarkt und sind damit günstiger als das Salat-Gelöt, was Jette dazu haben muss. Sensationell! Weitere kulinarische Highlights in Argentinien beinhalten den omnipräsenten bitteren Mate-Tee, der sehr heiß aus einem Metall-Strohhalm getrunken wird und die süchtig-machende "Dulce de Leche", eine Karamellcreme, die man sich aufs Brot schmiert. Also die weiche weiße Pampe, die die hier Brot nennen.
Von hier aus besuchten wir den Schrecken der Klimawandelbefürworter, den wachsenden Gletscher "Porito Moreno". Der Witz ist, dass der riesig ist und permanent und unter lautem Getöse große Stücke von der 60m hohen Eiswand abbrechen und ins Gletscherwasser plumpsen.Wir schafften 3 Stunden non-stop auf den Gletscher kucken. Über das dolle Blau brauch ich ja nichts erzählen...
TORRES DEL PAINE (Chile)
Zurück in Puerto Natales und 4 Stempel im Pass reicher, mieteten wir wieder Campingkram um das "W" im Nationalpark "Torres del Paine" zu wandern, 6 Tage/5 Nächte. Dank unserem Proviantmeister ausreichend verproviantiert, starteten wir mit dem Bus, um alsbald mit Motorschaden liegen zu bleiben. So kamen wir reichlich spät in den Park und erst um 22 Uhr zu unserem ersten Campingplatz unterhalb der Torres (Felstürme). Der Park ist ein bißchen überorganisiert, mit informierenden Sicherheitsvideos, Checklisten usw. und tierisch voll. Man kann das "W" auch laufen und bei adäquater Bezahlung jeden Abend in Unterkünften im Daunenbettchen schlafen und Lämmchen essen. Dementsprechend hatte man manchmal das Gefühl ganz Kampen geht wandern. Ansonsten landschaftlich ebenfalls einzigartig und ein toller Trek. Da wir über den Luxus von Zeit verfügten, konnten wir auch mal einen halben Tag im Zelt lesen, wenn es zu doll regnete. Harte Nummer war der Wind, der teilweise so zornig an Wald und Mensch riss, wie wir es noch nicht erlebt hatten. Die Böen waren bis zu 100km/h stark und schubsten einen einfach durch die Gegend. Unser Zelt hatte schwer zu kämpfen und die Frage, was die ganzen morschen Äste über uns wohl bei dem Getöse machen, ließ uns eine Nacht gar nicht schlafen. Auf dem letzten Campingplatz gab es dann plötzlich Duschen, Rotwein und Sonne und so hatten wir einen schönen letzen halben Tag am "Grey Gletscher", bevor es sich dann ausgewandert hatte. Wir verließen den Nationalpark via Katamaran und Bus, diesmal ohne Motorschaden, dafür mit liegengelassenen Wanderschuhen und darauf folgenden einer Bussuchjagd durch die Stadt... Schlussendlich die Schuhe sicher gestellt und dabei bemerkt, dass meine Uhr ja auch noch auf dem Sitz lag :-)
Um nochmal die Stärke des Windes zu verdeutlichen: Am nächsten Tag bei Verlassen des Parks sahen wir zwei umgestürzte Reisebusse und sprachen später mit Augenzeugen. Eine Windböe hatte beide amtliche Reisebusse, voll beladen, einfach hoch gehoben und auf die Seite geschmissen...
Nach so einer Wandertour braucht man Stärkung und die fanden wir im "Asado Patagonia", von chilenischen Trucker-Fahrern empfohlen! Ein Lamm wird sprichwörtlich gekreuzigt und über das Feuer gehängt (= Asado). Sieht gemein aus, schmeckt aber. Am nächsten Tag weiter gen Süden.
PUNTA ARENAS (Chile an der Magellan-Straße)
Hier wohnten wir in so einem typischen alten ultragemütlichen Holzhaus, wo die Öfen die ganze Zeit feuern. Im Wohnzimmer gab es einen großen Plastikweihnachtsbaum, Seekarten und 80er Jahre Musik. Eine 2 stündige Schiffahrt über die Magellan-Straße brachte uns auf eine Insel, die von 60.000 Magellan-Pinguin-Päarchen (= 120.000 Pinguine) bevölkert wird. Wir konnten 1 Stunde - vogelfreundlich auf einem Pfad - mitten durch die gesamte Kolonie von schnatternden, streitenden, korpulierenden, kämpfenden, brütenden, Nester bauenden Vögeln laufen und haben uns nicht mehr eingekriegt. Ein Riesenspaß! Einer kam auf meinen Fuß gewatschelt und pickte mein Bein an.
Wir schauten uns noch ein paar Museen und den Friedhof an und löffelten "Chupe de Centolla", diesen großartigen Königskrabben-Eintopfbrei, der gerade Saison hat. Dazu trinkt man natürlich Weißwein.
Läppische 12 Stunden Busfahrt und eine Magellan-Straßen-Überquerung brachten uns schlussendlich ans Ende der Welt nach Feuerland.
USHUAIA
War ursprünglich eine Gefängnis-/Strafkolonie, gegründet 1870. Wer von hier flüchtete kam spätestens dann zurück, als er merkte, dass es in der Umgebung Nichts gab, wohin man flüchten konnte. Heute starten von hier viele Kreuzfahrtschiffe in die Antarktis und man kann im Winter Ski fahren.
Wir hatten ein paar Tage Zeit und machten einen dollen Ausflug auf dem "Beagle-Kanal". Die "H.M.S Beagle" war das Schiff mit dem Robert FitzRoy und Charles Darwin 1832-33 die Gegend unsicher gemacht haben. Vorbei an Seelöwen und Pinguinen katamaranten wir zu "Estancia Haberton", die erste große Schaffarm, die einer von diesen fiesen Missionaren 1886 im Indianergebiet gründeten. Es gab vier indigene "Indianerstämme" auf Feuerland; heute lebt noch ein "Vollblut" mit 82 Jahren. Der Rest wurde über die Jahre abgeschossen, zu Tode missioniert oder starb an den von den Weißen eingeschleppten Krankheiten.
Wir wanderten noch im Nationalpark "Tierra del Fuego", schauten uns diverse Museen und das alte Gefägnis an, lösten unsere Kakao-Gutscheine ein und verwendeten einige Zeit darauf unsere weitere Reise zu organisieren. Hier ist ja Sommer (daher übrigens auch dementsprechend lange hell) und Argentinien und Brasilien haben bald Weihnachts- und Silvesterferien.
Mit zwei Wienern, die wir noch von der Navimag-Fähre kannten, schauten wir uns pünktlich zum Kinostart im südlichsten Kino der Welt "El Hobbit" in 3D an, für 4,50€. Somit ist ins Kino gehen und Steaks essen das Günstigste, was man hier machen kann. Dass in Patagonien alles wahnsinnig teuer und sehr touristisch ist, soll hier nicht unerwähnt bleiben.
Nun sind wir auf dem Weg nach Norden.
Nach Buenos Aires geht es weiter nach Montevideo (Uruguay). Die Weihnachtstage wollen wir in Cabo Polonio (Uruguay) am Strand verbringen, bei hoffentlich Wellen und Hippies. Kurz vor Silvester sind wir bei den Foz de Iguacu Wasserfällen in Brasilien, um dann, und das wird lustig, am 31.12. nach Rio zu fliegen (es war so billig....) und um 21:30 die Odysee in die Stadt an den Strand von Ipanema/Copacabana zu starten. Millionen Menschen werden zu diesem Zeitpunkt Ähnliches vorhaben. Wir werden sicherheitshalber ein Fläschen zum anstoßen mitnehmen, falls wir irgendwo stecken bleiben und sind auf alles gefasst. Wir wohnen in einer Abstellkammer von irgendeiner Dame; ein normales Zimmer zu finden, was nicht zu extremen Budgetüberschreitungen geführt hätte, war nicht möglich. Rio müssen wir dann am 09. Januar verlassen, um am 10.01.13 in Frankfurt zu landen, Inshalla.
Hier an Board passiert servicemässig übrigens gar nichts. Der Steward tippt rote Steine auf seinem Ipad an, die dann *bling* machen und verschwinden... Toll.
Auf auf zu Tango, Steaks und 26 Grad Celsius!
Es grüßen herzlichst,
Henriette & Christoph
Heute vom "Aerolineas Argentina" Flug AR 1890 von Ushuaia auf dem Weg nach Buenos Aires. Die Flughöhe beträgt wie immer 30.000 Füße und das Warten auf einen Kaffee dauert an.
Heute morgen haben wir mit einiger Freude die ganzen Wintersachen, die man hier im patagonischen Sommer dann doch so braucht, tief in unseren Rucksäcken vergraben und die Badehosen nach oben gewühlt. Denn nun beginnt der Bade-Surf-Strand-Hängematten-Teil der
Reise, seines Zeichens leider auch der Letzte.
Was bisher geschah:
PUERTO NATALES (Chile)
Wir blieben tatsächlich noch eine Zusatznacht auf dem Schiff und legten erst am nächsten Morgen an, natürlich so, dass wir die Weiterreise im Bus um 15min verpassten. Puerto Natales besteht, wie alle patagonischen Städtchen, aus völlig unterschiedlichen bunten Holz- und Metall-Häuschen, die alle einen tiefroten Energieausweis bekommen würden. Heizkosten scheinen nicht so das Problem zu sein und wenn man es kühler haben möchte, macht man eben das Fenster auf. Das passt zum insgesamt doch sehr US-amerikanisch angehauchten Feeling mit Steakhäusern, fetten Pick-Ups und Werbung auf Blechschildern. Aber alles am Wasser mit schneebedeckten Bergen drumherum und irgendwie sehr gemütlich. Abends gab es eine lokale Spezialität "Curanto": riesige Miesmuscheln, Jacobsmuscheln, Schnecken, Fisch, Shrimps, Schweinespeck, Braten und ein Hotdog-Würstchen, alles in einem riesen großen Topf. Einmal Curanto, nie mehr Curanto.
EL CALAFATE (Argentinien)
Sobald man übrigens auf die argentinische Seite wechselt, sieht man das andere Gesicht von Patagonien: endlose Steppe mit gelben Grasbüscheln, Schafe, Nandus und tote Guanacos, die über dem Zaun hängen, an dem man stundenlang entlang fährt. Das ist dann irgendwas zwischen meditativ und monoton.
In "El Caffe Latte" 6 Stunden warten auf den nächsten Bus.
EL CHALTEN (Argentinien)
Hier mieteten wir uns ein Zelt, Campingkocher usw. und machten unsere definitiv schönste Wanderung in Patagonien. In entspannten Tagesetappen ging es zu den Base-Camps der Berge "Cerro Torre" und "Fitz Roy", die für nen Berg wirklich wunderschön sind. Das alles bei Bombenwetter, vorbei an Gletschern, türkisen Lagunen, durch Wälder, über Flüsse, Wasserfälle und Sonstigem was gut fürs Auge ist. Über uns kreisten die Condore. Während einer längeren Mittagsrast waren wir sogar in einem eiskalten See und danach Sonnen baden - gut für die Wanderhygiene. Da wir, und vor allem Jette, Freunde der gepflegten Camping-Küche sind, wurde abends ausgiebig gekocht, zusammen mit unseren Bekannten vom Schiff, Lindsay und Brad. Mit heißer Schokolade und einem Schluck Whiskey ging es früh ins Zelt und nach 3 Tagen zurück nach El Chalten.
Den Hinweis des Reiseführers, es gibt nur einen Geldautomaten in El Chalten und der ist immer leer, kann man übrigens ruhig ernst nehmen! Wie Drogenabhängige irrte die Traveller-Bagage durch die Straßen auf der Suche nach einem VISA Zeichen...
EL CALAFATE (Argentinien)
Wieder in El Calafate grillten wir des Abends unsere ersten argentinischen Steaks. Drei ordentliche Scheiben Angus-Rind kosten 6 Euro im Supermarkt und sind damit günstiger als das Salat-Gelöt, was Jette dazu haben muss. Sensationell! Weitere kulinarische Highlights in Argentinien beinhalten den omnipräsenten bitteren Mate-Tee, der sehr heiß aus einem Metall-Strohhalm getrunken wird und die süchtig-machende "Dulce de Leche", eine Karamellcreme, die man sich aufs Brot schmiert. Also die weiche weiße Pampe, die die hier Brot nennen.
Von hier aus besuchten wir den Schrecken der Klimawandelbefürworter, den wachsenden Gletscher "Porito Moreno". Der Witz ist, dass der riesig ist und permanent und unter lautem Getöse große Stücke von der 60m hohen Eiswand abbrechen und ins Gletscherwasser plumpsen.Wir schafften 3 Stunden non-stop auf den Gletscher kucken. Über das dolle Blau brauch ich ja nichts erzählen...
TORRES DEL PAINE (Chile)
Zurück in Puerto Natales und 4 Stempel im Pass reicher, mieteten wir wieder Campingkram um das "W" im Nationalpark "Torres del Paine" zu wandern, 6 Tage/5 Nächte. Dank unserem Proviantmeister ausreichend verproviantiert, starteten wir mit dem Bus, um alsbald mit Motorschaden liegen zu bleiben. So kamen wir reichlich spät in den Park und erst um 22 Uhr zu unserem ersten Campingplatz unterhalb der Torres (Felstürme). Der Park ist ein bißchen überorganisiert, mit informierenden Sicherheitsvideos, Checklisten usw. und tierisch voll. Man kann das "W" auch laufen und bei adäquater Bezahlung jeden Abend in Unterkünften im Daunenbettchen schlafen und Lämmchen essen. Dementsprechend hatte man manchmal das Gefühl ganz Kampen geht wandern. Ansonsten landschaftlich ebenfalls einzigartig und ein toller Trek. Da wir über den Luxus von Zeit verfügten, konnten wir auch mal einen halben Tag im Zelt lesen, wenn es zu doll regnete. Harte Nummer war der Wind, der teilweise so zornig an Wald und Mensch riss, wie wir es noch nicht erlebt hatten. Die Böen waren bis zu 100km/h stark und schubsten einen einfach durch die Gegend. Unser Zelt hatte schwer zu kämpfen und die Frage, was die ganzen morschen Äste über uns wohl bei dem Getöse machen, ließ uns eine Nacht gar nicht schlafen. Auf dem letzten Campingplatz gab es dann plötzlich Duschen, Rotwein und Sonne und so hatten wir einen schönen letzen halben Tag am "Grey Gletscher", bevor es sich dann ausgewandert hatte. Wir verließen den Nationalpark via Katamaran und Bus, diesmal ohne Motorschaden, dafür mit liegengelassenen Wanderschuhen und darauf folgenden einer Bussuchjagd durch die Stadt... Schlussendlich die Schuhe sicher gestellt und dabei bemerkt, dass meine Uhr ja auch noch auf dem Sitz lag :-)
Um nochmal die Stärke des Windes zu verdeutlichen: Am nächsten Tag bei Verlassen des Parks sahen wir zwei umgestürzte Reisebusse und sprachen später mit Augenzeugen. Eine Windböe hatte beide amtliche Reisebusse, voll beladen, einfach hoch gehoben und auf die Seite geschmissen...
Nach so einer Wandertour braucht man Stärkung und die fanden wir im "Asado Patagonia", von chilenischen Trucker-Fahrern empfohlen! Ein Lamm wird sprichwörtlich gekreuzigt und über das Feuer gehängt (= Asado). Sieht gemein aus, schmeckt aber. Am nächsten Tag weiter gen Süden.
PUNTA ARENAS (Chile an der Magellan-Straße)
Hier wohnten wir in so einem typischen alten ultragemütlichen Holzhaus, wo die Öfen die ganze Zeit feuern. Im Wohnzimmer gab es einen großen Plastikweihnachtsbaum, Seekarten und 80er Jahre Musik. Eine 2 stündige Schiffahrt über die Magellan-Straße brachte uns auf eine Insel, die von 60.000 Magellan-Pinguin-Päarchen (= 120.000 Pinguine) bevölkert wird. Wir konnten 1 Stunde - vogelfreundlich auf einem Pfad - mitten durch die gesamte Kolonie von schnatternden, streitenden, korpulierenden, kämpfenden, brütenden, Nester bauenden Vögeln laufen und haben uns nicht mehr eingekriegt. Ein Riesenspaß! Einer kam auf meinen Fuß gewatschelt und pickte mein Bein an.
Wir schauten uns noch ein paar Museen und den Friedhof an und löffelten "Chupe de Centolla", diesen großartigen Königskrabben-Eintopfbrei, der gerade Saison hat. Dazu trinkt man natürlich Weißwein.
Läppische 12 Stunden Busfahrt und eine Magellan-Straßen-Überquerung brachten uns schlussendlich ans Ende der Welt nach Feuerland.
USHUAIA
War ursprünglich eine Gefängnis-/Strafkolonie, gegründet 1870. Wer von hier flüchtete kam spätestens dann zurück, als er merkte, dass es in der Umgebung Nichts gab, wohin man flüchten konnte. Heute starten von hier viele Kreuzfahrtschiffe in die Antarktis und man kann im Winter Ski fahren.
Wir hatten ein paar Tage Zeit und machten einen dollen Ausflug auf dem "Beagle-Kanal". Die "H.M.S Beagle" war das Schiff mit dem Robert FitzRoy und Charles Darwin 1832-33 die Gegend unsicher gemacht haben. Vorbei an Seelöwen und Pinguinen katamaranten wir zu "Estancia Haberton", die erste große Schaffarm, die einer von diesen fiesen Missionaren 1886 im Indianergebiet gründeten. Es gab vier indigene "Indianerstämme" auf Feuerland; heute lebt noch ein "Vollblut" mit 82 Jahren. Der Rest wurde über die Jahre abgeschossen, zu Tode missioniert oder starb an den von den Weißen eingeschleppten Krankheiten.
Wir wanderten noch im Nationalpark "Tierra del Fuego", schauten uns diverse Museen und das alte Gefägnis an, lösten unsere Kakao-Gutscheine ein und verwendeten einige Zeit darauf unsere weitere Reise zu organisieren. Hier ist ja Sommer (daher übrigens auch dementsprechend lange hell) und Argentinien und Brasilien haben bald Weihnachts- und Silvesterferien.
Mit zwei Wienern, die wir noch von der Navimag-Fähre kannten, schauten wir uns pünktlich zum Kinostart im südlichsten Kino der Welt "El Hobbit" in 3D an, für 4,50€. Somit ist ins Kino gehen und Steaks essen das Günstigste, was man hier machen kann. Dass in Patagonien alles wahnsinnig teuer und sehr touristisch ist, soll hier nicht unerwähnt bleiben.
Nun sind wir auf dem Weg nach Norden.
Nach Buenos Aires geht es weiter nach Montevideo (Uruguay). Die Weihnachtstage wollen wir in Cabo Polonio (Uruguay) am Strand verbringen, bei hoffentlich Wellen und Hippies. Kurz vor Silvester sind wir bei den Foz de Iguacu Wasserfällen in Brasilien, um dann, und das wird lustig, am 31.12. nach Rio zu fliegen (es war so billig....) und um 21:30 die Odysee in die Stadt an den Strand von Ipanema/Copacabana zu starten. Millionen Menschen werden zu diesem Zeitpunkt Ähnliches vorhaben. Wir werden sicherheitshalber ein Fläschen zum anstoßen mitnehmen, falls wir irgendwo stecken bleiben und sind auf alles gefasst. Wir wohnen in einer Abstellkammer von irgendeiner Dame; ein normales Zimmer zu finden, was nicht zu extremen Budgetüberschreitungen geführt hätte, war nicht möglich. Rio müssen wir dann am 09. Januar verlassen, um am 10.01.13 in Frankfurt zu landen, Inshalla.
Hier an Board passiert servicemässig übrigens gar nichts. Der Steward tippt rote Steine auf seinem Ipad an, die dann *bling* machen und verschwinden... Toll.
Auf auf zu Tango, Steaks und 26 Grad Celsius!
Es grüßen herzlichst,
Henriette & Christoph
Tuesday, November 27, 2012
DESCRIPCIÓN DE VIAJE NUMERO 4
EINE SEEFAHRT, DIE KANN DAUERN.....
Seit Stunden dümpeln wir nun auf der "Evangelistas" in einer Bucht vor Puerto Natales und warten darauf, dass der Wind nachlässt und die Einfahrt in den Hafen möglich wird. Wieso der Wind sein heulendes Getose jedoch plötzlich einstellen sollte ist fraglich...
Während Lindsey (Kanada), schon wieder Brad (Australien) und Jette bei der wahrscheinlich 64. Runde Shithead oder Canasta sitzen, habe ich mich in meine gemütliche Koje zurückgezogen, um etwas Bruce-Chatwin-artig über Patagonien zu schreiben.
Hinter uns liegen 4 Tage Küstenseefahrt vom Feinsten. Bis auf heute blieben wir von übermässigem Regen und Wind verschont und hatten somit für patagonische Verhältnisse gutes Wetter. Der Blick war frei auf schneebedeckte Gipfel, tausende von Wasserfällen, patagonischen Regenwald und unzählige Inseln. Jette hatte in ihrer Hängematte an Deck unbestritten den besten und von Vielen beneideten Platz auf der Navimag-Fähre, die uns von Puerto Montt nach Puerto Natales brachte bzw. eventuell bringen wird. Pelikane, Albatrosse, Seelöwen, Seehunde, Delphine und sogar Wale ließen Grüßen und toppten die unzähligen Stunden auf Ausguck. Ein Landgang in Puerto Eden im Nirgendwo, das Blau des Tempanos Gletschers zwischen rotbemoosten Felsen und eine Pazifik Passage bei nicht zu verachtendem Swell sorgten für eigentlich unnötige Abwechslung. Dazu 3 Mahlzeiten täglich, Dokumentarfilme, Vorträge, Bingo, Kartenspiel, nette Leute und ein paar Fläschen chilenischen Roten machten diese Nord-Süd-Passage zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Zuvor gab es die:
FLUCHT AUS BOLIVIEN
Der Streik im Nationalpark in Südbolivien spitzte sich zu, so dass wir schlussendlich zu einer Alternativ-Route von Tupiza aus zur Salzwüste "Salar de Uyuni" aufbrachen. Wir hatten Glück und teilten den Jeep mit dem Waliser Simon, der britischen Zoe, dem Fahrer Felipe und seiner Frau/Köchin Nani. Seine 18 Monate alte Tochter Raquel scheint sich irgendwo im typisch bunten Bündeltuch versteckt zu haben, plötzlich war sie nämlich auch an Bord des Toyota Landcruisers. Wir hatten vier Abenteuertage, mit unglaublicher Landschaft, rauchenden Vulkanen, Lagunen voller Flamingos, Steppe, Hochebene, schneebedeckten Bergen, Salzseen, hier und da Vicunas und Lamas, Menschen die vom Quinoa- Anbau leben, Mondlandschaften, irrsinnigen Felsformationen, wahnsinnigen Sternenhimmeln und zum krönenden Abschluss die Salzwüste, in der wir einen wunderschönen Sonnenaufgang erleben durften.
Immer wieder trafen wir auf drei lustige Italiener, Venizianer. Sie stellten sich als Profi-Reisende heraus: Alle Anfang 40, mindestens 4 Monate im Jahr auf Tour, Segelboot flott gemacht, Landrover, Arbeiten ?!, puuh, im Casino, früher mal Anwalt, hm, aber im Jemen ist es toll, was sagst Du dazu Chief? Der sagte wie immer nichts und rauchte.
Die Gerüchte einer Volkszählung in Bolivien machten die Runde, manifestierten sich dann in Gestalt des 21. Novembers und passte nun so gar nicht in unsere Pläne. Census heisst hier: ALLE bleiben in ihrem Haus, Hütte, Hotel und das Militär und die Lehrer laufen dann rum und zählen. Das ganze Land liegt lahm, alles hat zu. Nach ewigem Rumsuchen fanden wir noch die letzten beiden Jeepplätze einen Tag vor der Zählung zur chilenischen Grenze. Hätte das nicht geklappt, hätten wir eine Odysee über Argentinien unternehmen müssen, die dann hätte klappen müssen, denn hätten wir unsere Flüge verpasst, hätten wir die Fähre verpasst, alles schon bezahlt, etc. Lustigerweise fuhren wir dann schlussendlich doch noch durch den zuvor gesperrten Nationalpark (denn in der Censuszeit herrscht Streikverbot) und konnten im Schnelldurchlauf die Laguna Colorada mit ihren Flamingos, die Geysire und die grüne Lagune sehen. Zwischendurch Landschaft, die dem Mars nicht unähnlich zu sein scheint. Stempel, raus aus Bolivien, neuer Stempel, rein nach
CHILE
Preisschock! Im furchtbaren Touristenhub San Pedro de Atacama in der gleichnamigen Wüste mussten wir uns erstmal an die enorme Preissteigerung gewöhnen. Sofort wurde auf selber-Sandwichs-schmieren, Mehrbettzimmer und dann-fahren-wir-halt-mit-dem-Fahrrad-durch-die-Atacamawüste-zur-Salzlagune-wenn-die-Tour-30-Euro-kostet umgestellt. Von Wüste und Felsen und Staub hatten wir sowieso erstmal genug und so waren wir nicht böse, dass wir auch schon wieder weiter mussten in die Flughafenstadt Calama. Nach einer Nacht in so einem typischen Loch, in dem man dann als "Morchillero", d.h. als Rucksacktragender, ab und zu so landed, verliefen unsere Flüge über die chilenische Landmasse problemlos. Dank Papa Eberlein und seinen Kärtchen konnten wir sogar in den Aiport-Lounges Vorräte für die Schifffahrt aufstocken. Santiago de Chile scheint nicht unbedingt die hübscheste Stadt zu sein, jedoch über ein solides Maß an Lebensqualität zu verfügen. Viel Kunst, gutes Essen, Parks und junge Leute. Wir konnten unsere 8 Stunden Zwischenstopp prima rumbringen bei frischem Ceviche und Cafe mit Beinen. Zudem wurden wir Zeugen einer Demo für oder gegen Bildung, man weiss es nicht, bei der die herrenlosen Hunde der Stadt größten Spaß hatten, sich zwischen Wasserwerfer der Polizei und Demonstranten zu werfen.
In Puerto Montt angekommen schlichen wir uns mitten in der Nacht in die Daunenbettchen von "Oma Perla", die auf ihre alten Tage Zimmer in ihrem gemütlichen Holzhaus vermietet. Natürlich folgten wir am nächsten Tag ihrem Tip und suchten Fischbude Nummer 5 auf dem örtlichen Fischmarkt auf. Am Wasser sitzend, bei dampfend heisser Krebs-Suppe und Lachs spürten wir zum ersten Mal, was das ganze Patagonien-Gefasel eigentlich soll. Dann einchecken aufs Schiff und Abfahrt.
Vor uns liegen nun 3 Wochen Südpatagonien, welches wir mit Zelt und Wanderstab erkunden wollen.
Liebe Grüsse aus dem Sturm,
Eure Jette und der Christoph
P.S. Es ist inzwischen 24h und wir ankern immer noch mit deutlicher Schieflage vor dem Hafen Puerto Natales. Aufgrund der Witterungsbedingungen können wir nachwievor nicht anlanden und müssen eine weitere Nacht auf dem Schiff verbringen. Nicht so schlimm, ich finds nämlich sau gemütlich hier, insbesondere, wenn alle anderen schon schlafen. Hui, ich bin nur gespannt, wie lange die Vorräte noch reichen... Buenos noches von der Hängejatte
Seit Stunden dümpeln wir nun auf der "Evangelistas" in einer Bucht vor Puerto Natales und warten darauf, dass der Wind nachlässt und die Einfahrt in den Hafen möglich wird. Wieso der Wind sein heulendes Getose jedoch plötzlich einstellen sollte ist fraglich...
Während Lindsey (Kanada), schon wieder Brad (Australien) und Jette bei der wahrscheinlich 64. Runde Shithead oder Canasta sitzen, habe ich mich in meine gemütliche Koje zurückgezogen, um etwas Bruce-Chatwin-artig über Patagonien zu schreiben.
Hinter uns liegen 4 Tage Küstenseefahrt vom Feinsten. Bis auf heute blieben wir von übermässigem Regen und Wind verschont und hatten somit für patagonische Verhältnisse gutes Wetter. Der Blick war frei auf schneebedeckte Gipfel, tausende von Wasserfällen, patagonischen Regenwald und unzählige Inseln. Jette hatte in ihrer Hängematte an Deck unbestritten den besten und von Vielen beneideten Platz auf der Navimag-Fähre, die uns von Puerto Montt nach Puerto Natales brachte bzw. eventuell bringen wird. Pelikane, Albatrosse, Seelöwen, Seehunde, Delphine und sogar Wale ließen Grüßen und toppten die unzähligen Stunden auf Ausguck. Ein Landgang in Puerto Eden im Nirgendwo, das Blau des Tempanos Gletschers zwischen rotbemoosten Felsen und eine Pazifik Passage bei nicht zu verachtendem Swell sorgten für eigentlich unnötige Abwechslung. Dazu 3 Mahlzeiten täglich, Dokumentarfilme, Vorträge, Bingo, Kartenspiel, nette Leute und ein paar Fläschen chilenischen Roten machten diese Nord-Süd-Passage zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Zuvor gab es die:
FLUCHT AUS BOLIVIEN
Der Streik im Nationalpark in Südbolivien spitzte sich zu, so dass wir schlussendlich zu einer Alternativ-Route von Tupiza aus zur Salzwüste "Salar de Uyuni" aufbrachen. Wir hatten Glück und teilten den Jeep mit dem Waliser Simon, der britischen Zoe, dem Fahrer Felipe und seiner Frau/Köchin Nani. Seine 18 Monate alte Tochter Raquel scheint sich irgendwo im typisch bunten Bündeltuch versteckt zu haben, plötzlich war sie nämlich auch an Bord des Toyota Landcruisers. Wir hatten vier Abenteuertage, mit unglaublicher Landschaft, rauchenden Vulkanen, Lagunen voller Flamingos, Steppe, Hochebene, schneebedeckten Bergen, Salzseen, hier und da Vicunas und Lamas, Menschen die vom Quinoa- Anbau leben, Mondlandschaften, irrsinnigen Felsformationen, wahnsinnigen Sternenhimmeln und zum krönenden Abschluss die Salzwüste, in der wir einen wunderschönen Sonnenaufgang erleben durften.
Immer wieder trafen wir auf drei lustige Italiener, Venizianer. Sie stellten sich als Profi-Reisende heraus: Alle Anfang 40, mindestens 4 Monate im Jahr auf Tour, Segelboot flott gemacht, Landrover, Arbeiten ?!, puuh, im Casino, früher mal Anwalt, hm, aber im Jemen ist es toll, was sagst Du dazu Chief? Der sagte wie immer nichts und rauchte.
Die Gerüchte einer Volkszählung in Bolivien machten die Runde, manifestierten sich dann in Gestalt des 21. Novembers und passte nun so gar nicht in unsere Pläne. Census heisst hier: ALLE bleiben in ihrem Haus, Hütte, Hotel und das Militär und die Lehrer laufen dann rum und zählen. Das ganze Land liegt lahm, alles hat zu. Nach ewigem Rumsuchen fanden wir noch die letzten beiden Jeepplätze einen Tag vor der Zählung zur chilenischen Grenze. Hätte das nicht geklappt, hätten wir eine Odysee über Argentinien unternehmen müssen, die dann hätte klappen müssen, denn hätten wir unsere Flüge verpasst, hätten wir die Fähre verpasst, alles schon bezahlt, etc. Lustigerweise fuhren wir dann schlussendlich doch noch durch den zuvor gesperrten Nationalpark (denn in der Censuszeit herrscht Streikverbot) und konnten im Schnelldurchlauf die Laguna Colorada mit ihren Flamingos, die Geysire und die grüne Lagune sehen. Zwischendurch Landschaft, die dem Mars nicht unähnlich zu sein scheint. Stempel, raus aus Bolivien, neuer Stempel, rein nach
CHILE
Preisschock! Im furchtbaren Touristenhub San Pedro de Atacama in der gleichnamigen Wüste mussten wir uns erstmal an die enorme Preissteigerung gewöhnen. Sofort wurde auf selber-Sandwichs-schmieren, Mehrbettzimmer und dann-fahren-wir-halt-mit-dem-Fahrrad-durch-die-Atacamawüste-zur-Salzlagune-wenn-die-Tour-30-Euro-kostet umgestellt. Von Wüste und Felsen und Staub hatten wir sowieso erstmal genug und so waren wir nicht böse, dass wir auch schon wieder weiter mussten in die Flughafenstadt Calama. Nach einer Nacht in so einem typischen Loch, in dem man dann als "Morchillero", d.h. als Rucksacktragender, ab und zu so landed, verliefen unsere Flüge über die chilenische Landmasse problemlos. Dank Papa Eberlein und seinen Kärtchen konnten wir sogar in den Aiport-Lounges Vorräte für die Schifffahrt aufstocken. Santiago de Chile scheint nicht unbedingt die hübscheste Stadt zu sein, jedoch über ein solides Maß an Lebensqualität zu verfügen. Viel Kunst, gutes Essen, Parks und junge Leute. Wir konnten unsere 8 Stunden Zwischenstopp prima rumbringen bei frischem Ceviche und Cafe mit Beinen. Zudem wurden wir Zeugen einer Demo für oder gegen Bildung, man weiss es nicht, bei der die herrenlosen Hunde der Stadt größten Spaß hatten, sich zwischen Wasserwerfer der Polizei und Demonstranten zu werfen.
In Puerto Montt angekommen schlichen wir uns mitten in der Nacht in die Daunenbettchen von "Oma Perla", die auf ihre alten Tage Zimmer in ihrem gemütlichen Holzhaus vermietet. Natürlich folgten wir am nächsten Tag ihrem Tip und suchten Fischbude Nummer 5 auf dem örtlichen Fischmarkt auf. Am Wasser sitzend, bei dampfend heisser Krebs-Suppe und Lachs spürten wir zum ersten Mal, was das ganze Patagonien-Gefasel eigentlich soll. Dann einchecken aufs Schiff und Abfahrt.
Vor uns liegen nun 3 Wochen Südpatagonien, welches wir mit Zelt und Wanderstab erkunden wollen.
Liebe Grüsse aus dem Sturm,
Eure Jette und der Christoph
P.S. Es ist inzwischen 24h und wir ankern immer noch mit deutlicher Schieflage vor dem Hafen Puerto Natales. Aufgrund der Witterungsbedingungen können wir nachwievor nicht anlanden und müssen eine weitere Nacht auf dem Schiff verbringen. Nicht so schlimm, ich finds nämlich sau gemütlich hier, insbesondere, wenn alle anderen schon schlafen. Hui, ich bin nur gespannt, wie lange die Vorräte noch reichen... Buenos noches von der Hängejatte
Friday, November 16, 2012
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